Sozialpartnerschaft

Vertragspolitik / Rückerstattung von Solidaritätsbeiträgen

Die SKO ist seit Jahrzehnten ein von den Arbeitgebern anerkannter Vertrags- und Sozialpartner und vertritt die berechtigten Interessen der Führungskräfte in der Schweiz. Durch die Mitarbeit bei Gesamtarbeitsverträgen, Empfehlungen, Rahmenverträgen und Kadervereinbarungen nimmt sie Einfluss auf die Gestaltung dieser Vertragswerke aus der Optik des Kaders als unternehmerisch denkende Angestellte in einer leitenden Funktion.   

Die SKO erstattet Ihnen als werktätiges SKO-Aktivmitglied (d.h. ohne Passivmitglieder) in der Maschinenindustrie (SWISSMEM), im Bauhauptgewerbe, im Metallgewerbe, im Heizungs-, Klima-, Lüftungs-, Spenglerei- und Sanitärinstallationsgewerbe, in der Möbelindustrie sowie im Schreinergewerbe auf gesamtschweizerischer Basis die Verbandsbeiträge vollumfänglich oder teilweise zurück. Dasselbe gilt fürs Autogewerbe auf kantonaler Ebene und bei den Firmen der Arbonia Forster Holding AFG in Arbon auf Firmenebene.   

Für Anmeldungen von neu anspruchsberechtigten SKO-Mitgliedern sowie weitere Auskünfte über den Ablauf melden Sie sich bitte unter der Tel. +41 43 300 50 67 oder per E-Mail an Beat Zürcher.

Für ArbeitnehmervertreterInnen aus der Swissmem-Industrie werden laufend sogenannte AAA-Seminare angeboten. Eine Übersicht der Kursdaten finden Sie hier.

Sozialcharta

Bieler Plattform zur Sozialpolitik der Schweizer Kader Organisation SKO

Die SKO vertritt seit 117 Jahren die Interessen der Schweizer Kaderleute. 2002 hat sie erstmals zur aktuellen „Grossbaustelle Sozialpolitik“ auf Bundesebene ihre Position zu kaderrelevanten Fragen formuliert. Dies als Grundlage, um ihre Anliegen und Vorschläge einbringen zu können. Die vorliegende, revidierte Solothurner Plattform wurde von der Verbandsleitung erarbeitet, in Vernehmlassungen bei Präsidenten und Basisgruppen bearbeitet, an der Delegiertenversammlung 2010 in Biel diskutiert und neu als „Bieler Plattform“ verabschiedet.

Die SKO setzt ihre Prioritäten in den folgenden 6 Kernbereichen:   

  1. Beruf und Familie in Einklang bringen
    Die SKO will die Familienpolitik verbessern und setzt sich für ein Bündel von Massnahmen ein, das im Sinne eines familienpolitischen Konzeptes Mann und Frau eine Karriere so ermöglichen soll, dass  gleichzeitig ihre Verantwortung für die Familie gewährleistet ist.   
  2. Hohe Qualifikation in der Arbeitswelt  
    Die SKO setzt sich in der Bildungspolitik ein für eine ausgewogene Förderung sowohl des dualen Bildungssystems (Verbindung von schulischer Ausbildung und betrieblicher Praxis) wie auch der gymnasialen/akademischen Laufbahn. Die Übergänge zwischen diesen beiden Systemen müssen flexibel und gut durchlässig sein. Die SKO trägt als Organisation der Arbeitswelt (OdA) höhere Fachprüfungen mit und unterstützt eine umfassende, lebenslängliche Weiterbildung – um eine dauerhafte Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten. Für Führungskräfte und Fachexperten soll eine angemessene Weiterbildung auch als Gegenleistung für deren grosse Flexibilität und grossen zeitlichen Einsatz von den Arbeitgebern anerkannt werden.   
  3. Zurück an die Arbeit statt Taggelder  
    Die SKO befürwortet eine Neuregelung der IV mit den Hauptzielen:  
    - 1. Früherkennung, um möglichst den Arbeitsplatz behalten zu können. 
    - 2. Wiedereingliederung in den Arbeitsprozesswo und wie auch immer möglich. Dabei haben die Arbeitgeber eine besondere Verantwortung wahr zu nehmen  
    - 3. Nachhaltige Sanierung der Finanzen
    Hinsichtlich ALV unterstützt die SKO die Aufrechterhaltung der Solidarität der Arbeitstätigen mit den Arbeitslosen  Die SKO wehrt sich gegen Abbau von ALV-Leistungen. Sie ist bereit, mit dem „Solidaritätsprozent“ auf höheren als den versicherten Einkommen zur Sanierung beizutragen
  4. Mehr Transparenz und Fairness im Lohnsystem  
    Die SKO befürwortet eine leistungsbezogene Entschädigung, verurteilt aber die wenigen, imagemässig jedoch sehr schädlichen Auswüchse bei den obersten Verantwortungsträgern.
    Die Finanzkrise 2008 hat gezeigt, dass die Selbstregulation nicht funktioniert, daher unterstützt die SKO gesetzliche Regelungen, die Auswüchse eindämmen
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  5. Unternehmenskultur: Mehr Ethik und Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung
    Die SKO-Mitglieder setzen sich in den Unternehmen und in der Wirtschaft dafür ein, dass griffige Grundsätze für eine nachhaltige und ethische Unternehmensführung in Kodex, Leitbildern, Verhaltensrichtlinien und Richtlinien eingeführt und gelebt werden.
  6. Sichere und flexible Altersvorsorge  
    Die SKO setzt sich für gute Rahmenbedingungen beim flexiblen Rentenalter und eine gesicherte 1. und 2. Säule ein. Es darf keine Diskriminierung von modernen Rollenteilungen von Eltern im BVG und keinen Abbau von Renten-Leistungen geben.
    Die 3. Säule, als wichtige Altersvorsorge in Eigenverantwortung, soll ausgebaut und ebenfalls altersmässig flexibler gehandhabt werden
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Die Sozialcharta im Wortlaut hier