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Politische Aktivitäten

Mit der Gründung der «plattform» im Herbst 2016 haben die SKO, der Kaufmännische Verband Schweiz und die Angestellten Schweiz ihre politischen Kräfte im Bereich Angestelltenpolitik gebündelt.

Ziel ist es, sich verstärkt im Rahmen einer politischen Plattform für eine ideologiefreie, konstruktive und zukunftsfähige Angestelltenpolitik zu engagieren und gemeinsam stärker Einfluss auf eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Entwicklung des Arbeits- und Werkplatzes Schweiz zu nehmen.

Die «plattform» setzte sich insbesondere für die Altersreform 2020 ein und entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber-Bündnis «allianz denkplatz schweiz» einen Ansatz zu einer moderaten Flexibilisierung des Arbeitsgesetzes, der auch in den Medien Resonanz fand. Nach dem Nein zur Reform der Altersvorsorge vom 24. September 2017 nahm die «plattform» an einer von Bundesrat Alain Berset initiierten Aussprache von Interessensvertretern teil und setzte sich als Brückenbauerin für einen Kompromissvorschlag ein, der Finanzierungsmassnahmen in der ersten und zweiten Säule und eine Verbesserung der Renten für niedrige Einkommen durch die Abschaffung des Koordinationsabzuges vorsieht.

Die Sozialpartnerschaft der Swissmem war geprägt von anhaltenden Spannungen zwischen der Gewerkschaft Unia und den übrigen Sozialpartnern. Erst Ende 2017 konnten die Streitigkeiten beigelegt werden, so dass die Finanzflüsse deblockiert werden konnten. Seit 1. Januar 2016 können Mitarbeitende mit ihrem Arbeitgeber im Rahmen eines Gesamtarbeitsvertrags vereinbaren, dass sie auf die Arbeitszeiterfassung verzichten oder diese erleichtert erfassen können. Ein Verzicht setzt insbesondere eine grosse Zeitautonomie bei der Arbeit und ein Jahreseinkommen von über CHF 120‘000 Franken brutto voraus. Die SKO hat 2017 zwei solche Gesamtarbeitsverträge zum Verzicht der Arbeitszeiterfassung abgeschlossen.

Die SKO setzt sich unter anderem für Diversität und Gleichstellung ein. Deshalb hat die SKO im Herbst 2017 in der Romandie ein Pilotprojekt zur Zertifizierung von nicht formal erworbenen Kompetenzen von Frauen gestartet. Es geht darum, Kompetenzen von Frauen zu evaluieren, die über keine formale Aus-/Weiterbildung verfügen, aber zum Beispiel in KMU als rechte Hand des Partners und KMU-Eigentümers oder sonst wo wichtige Führungsaufgaben und Funktionen übernommen haben. Die Resonanz in den Medien und in Politikkreisen war beim Start erfreulich.