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Schwerpunkte der SKO im Geschäftsjahr 2017

Der Legislaturplan 2017-2019 wurde an der Delegiertenversammlung vom 10. Juni in Bellinzona genehmigt. Die Hauptziele der Legislatur sind:

  • Stärkung der Marke SKO
  • Stabilisierung der Mitgliedererträge bzw. mittelfristig Rückkehr auf den Wachstumspfad
  • Systematische Marktkommunikation der Nutzenvorteile einer Mitgliedschaft und stärkere Marktbearbeitung an den Verkaufspunkten
  • Neubau der Liegenschaft Hotzestrasse
  • Erfolgreiche Umsetzung des Jubiläumsprojekts zum 125-jährigen Bestehen der SKO

Das Geschäftsjahr 2017 konnte trotz Erosion bei den Mitgliedererträgen mit einem Gewinn abgeschlossen werden. Trotz gewisser Erfolge – wie ein stetiger Anstieg der Anzahl weiblicher Mitglieder und der Firmenpartnerschaften – nahm aufgrund von rund 1'500 Austritten aufgrund des Finma-Entscheids zur Beschränkung des maximalen Rabatts auf Kollektivkrankenversicherungen der Mitgliederbestand um rund 1100 Mitglieder ab. Die Grundlage des guten Abschlusses ist auf konsequentes Kostenmanagement und besserer Deckungsbeiträge bei den Kerndienstleistungen sowie Zusatzerträgen in den Dienstleistungen an Dritte zurückzuführen.

Ein Highlight war die Lancierung des Online-Mentorings im Herbst 2017. Das Netzwerk der SKO ist einer der wichtigsten Mehrwerte für Mitglieder. Ein Netzwerk lebt jedoch nur, wenn ihre Mitglieder sich aktiv vernetzen sowie Wissen und Erfahrungen austauschen. Mit den Online-Funktionen „Mitglieder-Suche“ und „Mentor/in-Suche“ gibt die SKO den Mitgliedern die Möglichkeit, sich auch ausserhalb der SKO-Veranstaltungen zu vernetzen. Ende 2017 waren bereits gegen 60 Mentoren online registriert und die ersten Mentorings verliefen sehr positiv.

2017 konnten alle Einsprachen beim Bauprojekt Hotzestrasse beigelegt werden, so dass Anfang 2018 mit dem Abbruch und Neubau unserer Liegenschaft begonnen werden kann.

In der Weiterbildung bewährten sich die 2016 mit Partnern entwickelten Führungslehrgänge. Alle 3 Lehrgänge für Nachwuchsführungskräfte, für digitale Leader und für erfahrene Führungskräfte konnten durchgeführt werden mit sehr guten Rückmeldungen. Die SKO ist seit August 2017 Eduqua-zertifiziert. Im letzten Jahr war auch die NPO-Rezertifizierung wieder fällig, die erfolgreich mit einer neuen Höchstbewertung abgeschlossen werden konnte.

Im letzten Jahr lancierte die SKO ihre Zeitschrift «Leader» neu. Sowohl gestalterisch, wie auch inhaltlich wurde der SKO-Leader in ein fortschrittliches und modernes Medium verwandelt. Inhaltlich berichtet der «Leader» auf hohem journalistischen Niveau über die aktuellsten und relevantesten Themen nicht nur für Führungskräfte. Das neue Design entspricht dem neuen Spirit der Schweizer Kader Organisation SKO und die Online-Ausgabe ist attraktiv gestaltet.

Die Attraktivität des SKO-KarriereService nimmt auch ausserhalb der SKO zu: Immer mehr entscheiden sich Führungskräfte nach dem Orientierungsgespräch für eine SKO-Mitgliedschaft. Erstmals konnte auch eine Zusammenarbeit mit einem kantonalen Arbeitsamt lanciert werden: Das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit KIGA Graubünden hat im Rahmen ihrer arbeitsmarktlichen Massnahmen für Kader einem Pilot mit der SKO zugestimmt, bei dem arbeitslose Kader die Möglichkeit haben, kostenlos von den KarriereService-Dienstleistungen zu profitieren.

Auf dem politischen Parkett war die SKO vor allem im Rahmen der mit dem Kaufmännischen Verband, der Angestellten Schweiz und der Zürcher Gesellschaft für Personalmanagement betriebenen «plattform» aktiv. Als wichtige Themen stachen die Altersreform 2020 sowie Vorschläge zur Modernisierung des Arbeitsgesetzes heraus.

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Vorwort des Präsidenten, Nationalrat Thomas Weibel

Die Mitglieder der Verbandsleitung, der Geschäftsstelle, der Geschäftsprüfungskommission und der Basisgruppenvorstände sind weiterhin stark gefordert. Allen Beteiligten gilt mein herzlicher Dank für ihren Einsatz für die SKO! Wir sind sehr auf dieses Engagement angewiesen. In der heutigen Zeit ist es nämlich nicht mehr selbstverständlich, Mitglied eines Vereins oder Verbands zu sein, geschweige denn, sich ehrenamtlich in einem Gremium für die Anliegen der Mitglieder einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

Die Projektergebnisse aus dem Vorjahr werden weiter konsolidiert. Zudem wirft das Jubiläum 125-Jahre SKO seine Schatten voraus. Hier gilt mein Dank dem Projektteam für die Ideen, das Konzept und die Detailorganisation - den porträtierten Führungskräften für ihre Unterstützung und die interessanten Inputs zu den Führungswerten heute und morgen - allen Mitgliedern für ihr Engagement auch im Jubiläumsjahr.

Trotz gewisser Erfolge – wie ein stetiger Anstieg des Anteils weiblicher Mitglieder und der Zahl der Firmenpartnerschaften – steht die Schweizer Kader Organisation weiterhin vor grossen Herausforderungen. Das wird sich in den nächsten Jahren kaum ändern. Dabei denke ich insbesondere an die abnehmende Attraktivität von Verbänden und das nutzenorientierte Verhalten von Mitgliedern. Die Bindung zum Verband und die Loyalität zur Organisation sind dabei sekundär.

Entscheidend ist, dass Dienstleistungen rasch, kostengünstig und mit guter Qualität verfügbar sind. Dies zeigte sich auch Ende 2017 bei unseren Passivmitgliedern. Mit der Umsetzung des Entscheids der Finma, die maximalen Rabatte auf Kollektivkrankenversicherungen zu beschränken, trat nochmals eine grössere Zahl aus der SKO aus.